Human Resources Trends 2021

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Mittlerweile sind fast alle wieder im Büroalltag nach Weihnachten und Neujahr zurück gekehrt. Der Start in das Jahr 2021 ist ein Besonderer. Er ist gleichermaßen von Ungewissheit und Hoffnung geprägt. COVID-19 hat 2020 kräftig durch geschüttelt und uns alle vor neue Herausforderungen gestellt – sei es im Recruiting, dem Talent Management, der Personalentwicklung oder die neuen Arbeitsformen Stichwort Home Office, die uns im Human Resources beinahe tagtäglich mit neuen Aufgabenstellungen konfrontieren. Die Trends 2021 im Human Resources sind vielfältig. Dennoch zeigen sich ein paar HR Trends ab, die immer wieder vor kommen.

Die Top 8 HR Trends 2021

1 Neue Arbeitsmodelle – Büro und Home Office

Home Office und flexible Arbeitszeiten durch Home Schooling und andere Maßnahmen, die aufgrund der Corona-Krise erforderlich waren, führen zu neuen Arbeitsmodellen. Eine Wiederkehr zum Status 2019 ist nicht mehr vorstellbar. Der “new way of work” hat sich im ersten Anschein als sehr positiv dargestellt. Allerdings zeigt sich, dass noch einiges zu bewerkstelligen ist, um hier eine langfristige positive hybride Mischung zwischen Büro und Home Office zu finden. Es geht um die Berücksichtigung von verschiedenen Menschentypen, vom richtigen Arbeitsplatz zu Hause, von arbeitsrechtlichen Regelungen und die Definition von Home Office Regelungen, damit Arbeitnehmer nicht über- oder unterfordert und Arbeitgeber die Sicherheit haben, dass der Job gemacht wird. 

2 Leadership heute und morgen

Führung braucht durch die Arbeitsmodelle mit Home Office eine Anpassung. Virtuelles Führen verlangt mehr Kommunikation, mehr Wissen über die Jobs der MitarbeiterInnen und den zu erfüllenden Aufgaben ab. Das gemeinsame Ziel zu kommunizieren, den Drahtseilakt zwischen Kontrolle und Vertrauen zu vollziehen sind oftmals für klassische Führungskräfte nicht leicht. Weiters sind Kreativ-Prozesse und zwischenmenschliche Kommunikation in hybriden Arbeitsmodellen eine Herausforderung. Hierfür muss Leadership Wege finden, um den eigenen Teams, die Möglichkeit zu geben, sich weiterentwickeln zu können. 

3 Employer Branding und Employer Experience definieren sich neu

Wenn Employer Brandung bis vor kurzem den starken Fokus auf die Darstellung und Assets des Unternehmens hatte, so werden die Erlebnisse der MitarbeiterInnen und potenziellen KandidatInnen für das Unternehmen im Vordergrund stehen. Das Unternehmen, das eine Empathie für seine BewerberInnen zeigt und erfassen und ansprechen kann, wird einen massiven Wettbewerbsvorteil auf dem Bewerbermarkt haben. 

4 Datenbasierte Entscheidungen und Beobachtungen werden wichtiger – Data Evidence based Decisions 

“Data & Analytics” sind für manche schon Reizwörter und für andere endlich der Weg zu verstehen und zu erfahren, was sich im Unternehmen tut. Zu verstehen, wie sich Aktivitäten im Human Resources Management auf die Abteilungen, die einzelnen MitarbeiterInnen und in Folge auf den Unternehmenserfolg auswirken wird erfolgsentscheidend sein. Die aktuellen Zeiten erlauben wenig Raum für Fehlentscheidungen. Gerade bei Branchen, die von der Corona-Krise stark betroffen sind, müssen Entscheidungen getroffen werden und dazu auch noch die richtigen Entscheidungen. “Data Evidence based Decisions” in Kombination mit Hausverstand und Menschlichkeit werden ausschlaggebend sein. 

5 Virtuelles Talent Management und Recruiting

Im Talent Management und Recruiting hat sich im Jahr 2020 definitiv gezeigt, dass mehr virtuell möglich ist, als vorstellbar war. Virtuelle Assessments, Webmeetings, Bewertung und Kennenlernen von Menschen, das alles ist ohne einem persönlichen Treffen möglich. Die Erfahrungsberichte haben gezeigt, dass hier der Einsatz von toptechnologischen und verlässlichen Mitteln extrem wichtig ist. Hier wird es sicherlich einiges im Jahr 2021 geben, das virtuelles Arbeiten fördern und erleichtern wird. 

6 Von “job-based HR” zur “skilled-based HR”

Spannend zu beobachten ist, dass Unternehmen vermehrt bei der Besetzung von Ihren Jobs anfänglich vom Job und dann immer mehr von den Anforderungen sprechen. Dabei kristallisiert sich heraus, dass die klassische Stellenbeschreibungen weniger zu den “neuen” Anforderungen in den Jobs passen. Wenn die Frage zum “Warum” und “Wofür” im Job kommt, werden die Anforderungen, die Skills, in den Vordergrund gestellt. 

7 Gesundheit rückt in den Vordergrund

Der Umgang mit Covid-19 hat auf Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite ein verstärktes Gesundheitsverständnis herbei gebracht. Beide wollen Sicherheit haben. Unternehmen werden voraussichtlich vermehrt gratis Testungen im Unternehmen anbieten, als auch werden große Unternehmen kostenlose Impfungen anbieten. Weiters wird vermehrt darauf geachtet werden müssen, wie es um die mentale Gesundheit der MitarbeiterInnen steht. Es zeigen sich mittlerweile die kurz- und mittelfristigen mentalen Folgen von Monate langen Home Office Lösungen, von wenig mentaler Unterstützung der Unternehmen für Ihre MitarbeiterInnen, die privaten und beruflichen Situationen zu vereinen. 

8 Technologies “nice to have” werden auf einmal “must Haves”

Und hier schlägt wieder einmal die Digitalisierungswelle zu. War es nicht schon 2019 in aller Munde, dass jeder und alles digitalisiert und automatisiert werden sollte, so wird es 2021 zum “must have” in vielen Bereichen von Human Resources. Daten, Kennzahlen, Produktivität und Abläufe müssen funktionieren, abrufbar sein und den Anforderungen im Recruiting, dem Talent Management und dem Management Board gerecht werden. 2020 war der Katalysator für vieles und hat den Unternehmen, die in so manchen Bereichen der Digitalisierung noch unschlüssig waren, die Entscheidung abgenommen. Es ist jetzt einfach zu tun und umzusetzen.  

Fazit

Die Trends sind vielfältig und breit. Jedes Unternehmen muss für sich bewerten, wo es steht, was ihm fehlt und wo es ansetzen muss, um den neuen Marktanforderungen gerecht zu werden. Die Major Trends der letzten Jahre “Digitalisierung” und “Automatisierung” haben durch Corona einen Katalysator-Effekt erfahren. Die weltweiten Lockdowns führen zu Finanz- und Arbeitsmarktkrisen. Es fehlt dadurch an vielen Ecken an finanziellen Mitteln und den erforderlichen Fachkräften, um die aktuellen Themen zeitnahe umzusetzen. Hinzu kommt, dass sich bei Arbeitnehmern durch die Krisen die Einstellungen und Werte verändern. Planungssicherheit ist nicht gegeben, Covid-19 ist nicht besiegt und die Integration in den Alltag ist schwierig. Es ist wohl davon auszugehen, dass Lösungsorientierung, flexible Betrachtung von Entscheidungen und Planungen als auch einen “kühlen Kopf” zu bewahren uns im Jahr 2021 intensiv begleiten wird. 

 

Quellen: 

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